5 Methoden Minimalist zu werden

Minimalismus Nov. 19, 2019

Das Ausmisten ist ein großes Thema bei dem man schnell den Überblick verlieren kann. Oft verliert man sich in Kleinigkeiten, die einen davon abhalten richtig voran zu kommen. Damit ihr etwas strukturierter an die Sache herangehen könnt, habe ich in diesem Beitrag 5 verschiedene Methoden zusammengestellt, die euch den Einstieg erleichtern können.

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KonMari Methode

Im Internet stößt man im Zusammenhang mit Minimalismus immer wieder auf Marie Kondo mit der von ihr entwickelten KonMari Methode. Die zentrale Idee hierbei ist, dass man nur Sachen behält, die einen glücklich machen. Sachen die demnach keine "Joy sparken" werden entsorgt. Das Vorgehen ist recht einfach, nimmt aber auch einiges an Platz in Anspruch. Man sucht aus der kompletten Wohnung alle Sachen eines bestimmten Bereiches und legt sie in die Mitte eines Raumes. Dann wird sortiert nach „sparked Joy“ und „kann weg“. Man fängt mit den Sachen an, bei denen es einem am leichtesten fällt, sie auszusortieren und steigert sich langsam. Das hat den Sinn, dass man "lernt" richtig zu entscheiden. Nach der Methode wäre die Reihenfolge:

  1. Klamotten
  2. Bücher
  3. Papierkram
  4. Kleinkram
  5. Emotionale Sachen

Nach Marie Kondo muss der ganze Prozess am Stück erfolgen und wirklich jedes Teil in die Hand genommen werden, auch wenn man sich sicher ist, dass man es behalten will. Denn nur dann, kann das befreiende Gefühl des Minimalismus in dir aufkommenTM.

Konmari
Our goal is to help more people live a life that sparks joy, and we are committed to offering the simplest, most effective tools and services to help you get there.

Methode nach Fumio Sasaki

Das Buch von Marie Kondo liest sich eher zäh und wirkt fast schon religiös. Wem das zu heavy ist, der kann auch einfach nach der Methode von Fumio Sasaki vorgehen. In seinem Buch "Goodbye Things" beschreibt er in 55 Schritten, wie jeder zum Minimalist werden kann und geht darüber hinaus auch noch darauf ein, wie man diese Lebensweise auch weiterführen kann. Unter seinen Tipps ist zum Beispiel:

Entferne alle Behältnisse

Oder auch:

Fotografiere alles, damit du dich leichter davon trennen kannst

Gestützt wird das ganze mit Beispielen und Anekdoten aus seinem Leben, womit man das Buch sehr gut lesen kann. Ich persönlich habe es auf englisch gelesen, weil mir das Cover eher zugesagt hat, aber es gibt natürlich auch eine deutsche Version.

Methode mit Umzugskartons

Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus beschreiben in ihrer "21 days journey into minimalism" eine krassere Methode. Sie packen alles, was sie besitzen in Umzugskartons und nehmen über den Zeitraum von einer Woche nur das heraus, was sie in dem Moment brauchen. Nach der Woche wird über die restlichen Dinge entschieden, ob sie bleiben oder ob sie gehen müssen. Ziel der Aktion ist, dass am Ende nur die Sachen übrig sind, die man so dringend braucht, dass man auch diverse Umzugskartons nach ihnen durchsucht. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie natürlich super schnell geht und man sich auch nur schwer selbst belügen kann. Auf Auf der Website von Joshua und Ryan ist die komplette 21 Day Journey dokumentiert und viele Fragen die einem beim Ausmisten aufkommen, werden beantwortet. Außerdem gibt es ein Buch von den beiden, welches von mir bestellt, aber noch nicht gelesen wurde.

Korbmethode

Die Korbmethode wird auch oftmals als "Reverse Shopping" bezeichnet. Sie eignet sich vor allem für die Leute, die nicht wirklich ihr komplettes Leben umkrempeln möchten, sondern zufrieden damit sind, wenn einfach insgesamt mal wieder ausgemistet wird. Bei der Methode schnappt man sich einen Korb, geht durch sein Zimmer und sammelt Sachen ein, die man gerne loswerden möchte. Wenn der Korb voll ist, hat man das Tages-/Wochen-/Jahresziel erreicht und macht wann anders weiter. Ich persönlich denke, dass sich diese Methode nur dann eigent, wenn man vorher schon mal ordentlich ausgemistet hat, da ansonsten der Korb recht schnell voll ist und es eine Weile dauert, bis man Fortschritte sieht.

Meine Methode

Zu guter letzt möchte ich die Methode vorstellen, die ich angewendet habe. In meinem WG-Zimmer bin ich dabei nach Schichten vorgegangen. Das hatte den Vorteil, dass ich nicht alles auf einen Haufen werfen musste, was in meinem kleinen Zimmer auch schwer möglic hgewesen wäre. Meine Reihenfolge war folgendermaßen:

  1. Müll
  2. Sachen von geringem Wert zu verschenken
  3. Sachen zum verkaufen
  4. Große Gegenstände

Erst wenn eine Schicht komplett abgeschlossen war, bin ich zur nächsten gegangen. Alles was aussortiert wurde blieb so lange mitten in meinem Zimmer stehen, bis ich es entsorgt, oder mich umentschieden hatte. Der Vorteil dieser Methode ist, dass Kleinteile die rumliegen als erstes ausgemistet wurden, womit das Zimmer recht schnell schon aufgeräumter aussah.

Zum Abschluss

Das wichtigste an der Minimalismusgeschichte ist, sich ein Ziel vorzunehmen, warum man das ganze überhaupt machen will. Will man sein Zimmer einfach sauber halten, will man weniger Zeit vor dem Kleiderschrank und mehr Zeit in Kleidern verbringen, oder will man einfach nur den Klischeeraum mit weißem Stuhl und weißen Wänden. Nehmt euch einen Freund oder Freundin dazu, mit dem ihr das zusammen machen könnt. Und wenn man sich das Ziel definiert hat und sich eine Methode dafür raussucht dieses Ziel zu erreichen, muss man nur noch anfangen und der Rest geht praktisch von alleine. Davon abgesehen, wie viel Arbeit es ist den ganzen sh#t auf Ebay zu stellen...